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gast
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Themenersteller
Dabei seit: 16.09.2009
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Ich bin immer wieder erschüttert darüber, dass das deutsche Volk in so kurzer Zeit machtlos gegen die Nationalsozialisten wurden - oder gab es wirklich so viele ignorante Menschen, die ihre Rechte mit Freuden an den Führer abtraten, damit er sie in eine glorreiche Zukunft leiten konnte?
Ich weiss nicht, wie ich damals reagiert hätte und deswegen kann ich mir auch nicht erlauben, ein Urteil über die Menschen zu fällen, welche diese Schreckenszeit miterleben mussten.
Jedoch frage ich mich, warum nicht anfangs mehr Widerstand von Bevölkerungsseite aus geleistet wurde, bspw. von nicht-jüdischen Professoren, von nicht-jüdischen Studenten...
Gab es denn von Anfang an ein derart ausgeklügelte Kontrollsystem der Nationalsozialisten? Waren keine Lücken mehr da um eine erfolgreiche Gegenbewegung zu starten?
Mich würde es interessieren, was die genauen Gründe waren, dass so etwas nicht stattfinden konnte oder ob es einfach zu spät dafür war als man realisierte, welche Formen die Hitler-Diktatur annehmen würde.
Freundliche Grüsse,
Laura Schütt
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gast
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Themenersteller
Dabei seit: 16.09.2009
Beiträge: 3
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Hallo liebe Laura,
deine Ausführungen und bedenken kann ich verstehen, so manches sehe ich jedoch etwas anders. Du sagst, „dass das deutsche Volk in so kurzer Zeit machtlos gegen die Nationalsozialisten wurden“ . Diese Annahme der Machtlosigkeit halte ich für falsch, der Wille des deutschen Volkes hätte zu jeder Zeit, wie in jeden anderen Moment eines Volkes in Unterwerfung zu dessen Staat, materielle Macht werden können. Und hätte es den Willen gegeben, wäre er wie immer aufgebrochen. Das der Widerstand so bescheiden blieb, vorrangig bei Kommunisten, dann Sozialdemokraten, einigen Monarchisten und diesen und jenen Liberalen lag, ist bedauerlich, aber für Deutschland kein Wunder. Du sagst es selbst, die glorreiche Zukunft, das war das Versprechen. Das Volk ist der größte Opportunist, ist es geschunden wählt es die, gegen die es gestern noch angeekelt spuckte. Ist einmal die etablierte Struktur destabilisiert, hat sie ihre Unfähigkeit beweisen, bringt sie relative Armut mit sich, ist sie selbst Unrecht, wieso soll das Volk dann noch daran festhalten?
Ich weiß wie ich reagiert hätte und was ich gewählt hätte, dennoch, das ich es weiß spielt keine Rolle dabei ob ich mir ein Urteil bilden kann oder nicht. Das deutsche Volk hat schlecht gewählt, sich für den Faschismus entschieden, so etwas gilt es zu verurteilen, selbst dann, wenn man verstehen kann; die Zeiten waren welche von der harten Sorte.
Wieso der Faschismus letztlich nur von außen zerschlagen wurde, wieso das Volk sich nicht erhob, und das noch nicht im Jahre 1945, ist der Unwille. Keine ausgeklügelte Repression kann den Volkswillen zerstören, lediglich unterdrücken, aber immer nur soweit, bis eine gewisse Grenze erreicht ist. Hier stellt man fest; Eindeutig, der Wille war nicht ausreichend entwickelt. Die Gründe liegen da gewissermaßen auch in der typisch deutschen Mentalität, Obrigkeitshörig, Struktur-Konservativ usw. aber dennoch, diese machen nicht das Wesentliche für den fehlenden Widerstand aus.
Beste Grüße, Sascha
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joost
j.alfrik
Dabei seit: 13.05.2011
Beiträge: 1
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Seit lange bin ich Lehrer und singe jedes Jahr, um die Johannizeit, den Kanon Flamme empor von Praetorius,
(Flamme empor, leuchte uns, führ uns zum Heil in dir).
Die wichtigste Veranlassung warum ich Ihnen im Hilfe bitte, ist diese:
Man hat mich vorgeworfen dass ich ein Lied singe, dass die Nazis gesungen haben sollten bei Buchverbrennungen (1933 u.f.)
Ich habe das ausgesucht und gefunden dass es auch ein Lied gibt Flamme empor, von Gläser/Notte.
Das stand auf einer Liste militärischer Nazimusik.
Ich nehme an, dieses ist das Lied bei der Verbrennungen und nicht die schöne Kanon von (M oder Chr) Praetorius.
Gerne möchte ich eine Art offizielle Antwort empfangen damit ich mich frei fühlen kann dieser Kanon zu singen und dass er nichts mit der Buchverbrennung zu tun hat.
Können Sie mir bitte helfen?
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