Auftakt zur "Aktion wider den undeutschen Geist"


Die erste Seite des Aufrufs der deutschen Studentenschaft zur Planung und Durch- führung öffentlicher Bücherverbrennungen.

Mit der „Aktion wider den undeutschen Geist“ wurde im April und Mai 1933 eine vierwöchige antisemitische Kampagne entfesselt. Als Initiator der „Aktion“ trat die nationalsozialistisch dominierte „Deutsche Studentenschaft (DSt)“ in Erscheinung. Die Kampagne der DSt richtete sich vornehmlich gegen Schriftsteller und Wissenschaftler, die jüdischer Herkunft waren oder der NS-Bewegung kritisch gegenüber standen.

Am 2. April 1933, einen Tag nach den Boykottaktionen gegen jüdische Gewerbetreibende, wurde durch die Reichsleitung der DSt ein detaillierter Ablaufplan der „Aktion wider den undeutschen Geist“ entworfen. Unter anderem war darin vorgesehen, am 10. Mai 1933 in allen deutschen Hochschulorten Bücherverbrennungen stattfinden zu lassen.

Aufruf der deutschen Studentenschaft zur Planung und Durchführung öffentlicher Bücherverbrennungen [pdf - 4.75MB]