Karl Marx

Geb. 05.05.1818 in Trier; gest. 14.03.1883 in London

Der junge Marx versuchte sich in Anlehnung an Schiller und Heine selbst als poetischer Dichter. Aber erst 1841 erschienen die Wilden Lieder im Berliner „Athenäum“. Er beschäftigte sich mit dem philosophischen Dialog, hier eindeutig inspiriert durch Schleiermacher und Schlegel. Auf Grund seiner schon damals erkennbaren politischen Einstellung bleibt ihm eine akademische Karriere nach seiner Promotion in Jena 1841 verschlossen. Er wird Journalist und Chefredakteur der „Rheinischen Zeitung“ und wendet sich von seinen ästhetischen und philosophiegeschichtlichen Arbeiten ab und hin zu einem unmittelbar eingreifenden Journalismus. Sein philosophisches Denken bezieht sich von nun an vor allem auf den „unphilosophischen“ Alltag. 1843 emigriert Marx nach Paris, später nach Brüssel, wo es zu ersten Kontakten mit Friedrich Engels kommt. In Paris entstehen zahlreiche ideologische Schriften, die sich vornehmlich mit der Ökonomie befassen. 1848 erscheint das mit Engels gemeinsam verfasste Kommunistische Manifest, das einen Drehpunkt von sozialistischer Utopie und Geschichtsanalyse darstellt. Im selben Jahr veranlasst ihn die Revolution zur Rückkehr nach Deutschland, ein Jahr später wird er wieder aus Deutschland ausgewiesen. Marx geht nach London und arbeitet dort weiter an seinen Studien zur politischen Ökonomie. Er arbeitet weiterhin für diverse Zeitungen und verfasst von 1859-1867 die Studie Zur Kritik der politischen Ökonomie, der erste Band Das Kapital erscheint 1867. Er unterstützt die Arbeiterbewegung aktiv als er 1864 Gründungsmitglied der Ersten Internationale ist und ihr bis zu deren faktischen Auflösung 1872 als Leiter vorsteht.

Die Gründe für die Verbrennung Marx’scher Bücher liegen auf der Hand. Es ging vor allem um die Vernichtung kommunistischen und sozialistischen Gedankenguts. Deshalb stand das gesamte schriftstellerische Werk Karl Marx’ auf den Schwarzen Listen und wurde im Zuge der Bücherverbrennung 1933 vernichtet.