» A (Alberton – Asch)

Schalom Asch (1880-1957)

Schalom Asch (geb. 1880 in Kutno/Polen; gest. 1957 in London) wuchs in einer polnischen Kleinstadt auf, wo er im Sinne des orthodoxen Judentums erzogen wurde. Schon als Kind wurde er Zeuge der vor Pogromen aus Osteuropa fliehenden jüdischen Auswanderbewegung nach Amerika, wohin es Asch später auch ziehen sollte. Zunächst zog er jedoch nach Warschau, wo er seine ersten Werke in hebräischer Sprache schrieb. Angeregt durch den Schriftsteller Itzhok Lejb Perez ging Asch noch in Warschau dazu über, seine Dramen, Erzählungen und Romane in jiddischer Sprache zu veröffentlichen, so dass Schalom Asch heute vor allem als bedeutender Vertreter der jiddischen Literatur eingeordnet wird. 1908 wanderte Asch zunächst nach Jerusalem aus und von dort 1914 in die USA, wo er 1920 die amerikanische Staatsbürgerschaft annahm.
Sein 1927 erstmals veröffentlichter Roman „Khaym Lederers Tsurikkumen“ erschien 1929 im Verlag Zsolnay in deutscher Sprache unter dem Titel „Chaim Lederers Rückkehr“. Darin verarbeitet Asch die melancholischen Erinnerungen vieler jüdischer Einwanderer in Amerika an ihre osteuropäische Heimat und die Sehnsucht, irgendwann zurückzukehren.

von Werner Treß