» E (Edschmid – Engels)

Friedrich Engels (1820-1895)

Geb. 28.11.1820 in Barmen; gest. 05.08.1895 in London

Bis 1842 schwebte dem pietistisch erzogenen Engels eine schriftstellerische Existenz vor. Seine frühen Schriften sind inspiriert von zeitgenössischen Schriftstellern wie Heinrich Heine und Ludwig Börne. Der Englandaufenthalt 1842/44 prägte sein späteres Denken und Leben, da er dort konkret Die Lage der arbeitenden Klasse in England erfuhr. Diese Erfahrung verarbeitete er im Bekenntnis zum Kommunismus. Seine zweite Lebensphase beginnt er an der Seite Karl Marx’. Er tut sich als Polemiker und Redner hervor, ist im Bund der Kommunisten aktiv und konzipiert Ende 1847 das Manifest der kommunistischen Partei. 1848 schreibt Engels gemeinsam mit Marx das Kommunistische Manifest. Auf das Scheitern seiner großen Erwartungen an die Revolution im selben Jahr, die Engels letztmalig nach Deutschland führte, beginnt seine vom Fehlen einer lebendigen proletarischen Bewegung geprägte dritte Lebensphase. Als Angestellter in der väterlichen Textilfabrik in London unterstützt er Marx beim Verfassen seiner Schriften finanziell und ideologisch. Mit dem Beginn einer erneuten Arbeiterbewegung im Jahr 1864 beginnt eine vierte Phase in Engels’ Leben. Er wird vor allem journalistisch tätig und sucht in der Herausgabe früherer gemeinsamer Schriften mit Marx, diesen in seinen Überzeugungen zu unterstützen  und zu stärken. Er war wie Marx in der Ersten Internationale tätig und wird bei seiner letzten Reise auf das europäische Festland 1893 als Vorkämpfer und Repräsentant der internationalen Arbeiterbewegung gefeiert.
Friedrich Engels Werke standen vor allem wegen ihrer sozialistischen Ausrichtung auf den Schwarzen Listen der Nationalsozialisten. Seine Werke wurden mit Ausnahme von Der deutsche Bauernkrieg, Die Lage d. arbeitenden Klassen in England, Ludwig Feuerbach und der Ausgang der klassischen Philosophie 1933 verbrannt.

AutorIn: unbekannt