» Z (Zetkin – Zweig)

Stefan Zweig (1881-1942)

Geboren am 28. November 1881 in Wien, studierte Stefan Zweig Germanistik und Romanistik und promovierte 1904 zum Doktor der Philosophie. Während des ersten Weltkriegs wurde Zweig, der von 1914 bis 1917 als Freiwilliger im Kriegspressequartier arbeitete, wie viele Schriftsteller in dieser Zeit, zum Pazifisten. Infolge seiner Enthebung aus dem Militärdienst ging er 1917 nach Zürich und arbeitete dort bis 1919 als offizieller Korrespondent für die „Neue Freie Presse“. Nach dem Krieg kehrte er in sein Heimatland zurück und ließ sich in Salzburg nieder, wo er sich gegen Opportunismus und Nationalismus einsetzte und sich für eine geistige Einheit in Europa aussprach. Als die Nationalsozialisten die Macht übernahmen, emigrierte Stefan Zweig 1934 nach London. Bei Ausbruch des zweiten Weltkriegs verließ er mit seiner zweiten Frau Europa und ging nach New York, von wo aus er Argentinien, Paraguay und Brasilien bereiste. 1941 ließ er sich in Petrópolis/Brasilien nieder und nahm sich ein Jahr später zusammen mit seiner Frau Lotte Altmann am 22. Februar 1942 das Leben. Stefan Zweigs literarisches Schaffen wurde unter anderem von Sigmund Freud, Maxim Gorki und Rainer Maria Rilke, zu deren Freundeskreis er gehörte, geprägt. Während er schon früh Gedichte schrieb, die zum Beispiel in den Silbernen Saiten (1901) veröffentlicht wurden, konzentrierte er sich später eher auf Erzählungen (Gesammelte Erzählungen 2 Bde. 1936) und Novellen (Schachnovelle 1942). Auch Übersetzungen zählten zu seinen Arbeiten.
Bei den Bücherverbrennungen in Deutschland und später auch in Österreich fielen unzählige seiner Werke den Flammen zum Opfer. In der Bibliothek der verbrannten Bücher erwachen nun Der Kampf mit dem Dämon (1925) und die Novellensammlung Verwirrung der Gefühle (1927) zu neuem Leben.

AutorIn: unbekannt